


„Der Name ist Verpflichtung …“
1965 konnte mit Mitteln der Konfirmanden- und Kindergabe des Jahres 1962 des Gustav-Adolf-Werkes die Kirche eingeweiht werden. Seit mehr als 40 Jahren können daher unsere Gemeindemitglieder auch in Kiedrich den Gottesdienst in ihrer eigenen Kirche feiern.
Beschreibung des Gebäudes: Der rote Backsteinbau am Ende der Aulgasse, mit dem großzügigen Außengelände, fügt sich harmonisch in das Ortsbild Kiedrich's ein. Das Gebäude, auffällig als Fünfeck gebaut, will bewusst an das Zelt erinnern, das vom Volke Israel in der Wüste aufgeschlagen wurde, um das Heiligtum Gottes aufzunehmen. Im Innern bietet die Gestaltung der Bänke in V-Form die Gottesdienstgesuche die Nähe zum Altar und Kanzel. An den Kirchenraum schließt sich der Gemeindesaal an. Durch zwei Harmonikatüren lassen sich Kirche und Saal zu einer Einheit verbinden. Glasfenstertüren ermöglichen die Einbindung des weitläufigen Außengeländes.
Ergänzt wird unser Gemeindezentrum durch eine Küche, einen Mehrzweckraum sowie einen separaten Jugendraum im Keller. Es bietet vielen Gruppen in der Gemeinde die Möglichkeit für Treffen und Aktivitäten. Sowohl schon in der Vergangenheit wird das Gustav-Adolf-Zentrum auch aktuell im Jahr 2009 wieder als Kindergarten (Behelfskindertagesstätte für Eltviller Kinder in Trägerschaft des ASB) genutzt. Das Gustav-Adolf-Zentrum lädt zum sonntäglichen Gottesdienstbesuch und zu vielfältigen Veranstaltungen ein.
Daten und Fakten:
• Fläche des GAZ: ca. 3.000 qm
• Grundsteinlegung am 03.07.1962
• Einweihung am 02.05.1965
• Glockenweihe am 28.11.2005
Von den Gesamtkosten von rund DM 550.000 wurden DM 75.000 durch die Konfirmandengabe und weitere DM 225.000 von der Kindergabe des Gustav-Adolf-Werkes aufgebracht.
„Jeden Baustein, mit dem die Kirche gebaut wurde, hat ein Kind gestiftet“ – mit diesen Worten beschrieb der damalige Gemeindepfarrer Ufer, der maßgeblich zum Bau der Kirche beigetragen hat, das Gotteshaus. Die Kirche konnte mit Hilfe des Gustav-Adolf-Werkes gebaut werden. Dazu wurden die Konfirmandengabe 1962 aus Hessen und Nassau und die Kindergabe des Hilfswerkes am 31.10.1962 aus allen evangelischen Gemeinden in der Bundesrepublik Deutschland für den Bau der Kiedricher evangelischen Kirche eingesetzt. Aus der besonderen Entstehungsgeschichte des Gustav-Adolf-Zentrums leitet die heutige Gemeinde die Verpflichtung ab, den Standort in Kiedrich mit Leben zu füllen. So findet dort neben den vierzehntägigen Gottesdiensten vor allem die gemeindliche Kinder- und Jugendarbeit statt.