Evangelische Kirchengemeinde Eltville Erbach Kiedrich
TRIANGELIS

Religion als stabilisierender Faktor

Viele Kinder müssen bereits in ihren ersten Lebensjahren mit variablen und instabilen Familienbeziehungen, mit Brüchen und Krisen verschiedener Art umgehen lernen. Religion als stabilisierender Faktor gerät dabei immer mehr ins Blickfeld. Viele Eltern entscheiden sich darum bewusst für einen konfessionellen Kindergarten.

Wir verstehen religiöse Bildung und Erziehung so, dass die Fragen und Interessen des Kindes als Ausgangspunkte wahr- und ernstgenommen werden. Der christliche Glaube wird als Angebot verstanden, zu dem sich die Kinder frei verhalten können.

In der Villa Kunterbunt kommen die Kinder mit Religion z.B. in Kontakt, wenn vor dem Essen gebetet wird oder wenn einmal monatlich der Pfarrer einen Kindergartengottesdienst mit ihnen feiert. Außerdem werden die christlichen Feste und religiös geprägte Tage wie St. Martin und Nikolaus besonders begangen.

Beim Laternenumzug an Sankt Martin.
Jedes Jahr im Advent kommt der Nikolaus höchstpersönlich.

Kindergartengottesdienst

Jedes Kind hat eine persönliche Kerze, die während des Kindergartengottesdienstes brennt.

Regelmäßig am letzten Freitag im Monat findet für alle Kindergartenkinder ein Kindergottesdienst in unserer Christuskirche statt. Die Kinder haben eigens dafür eine eigene Kerze gestaltet, die zu Beginn des Gottesdienstes an der Osterkerze entzündet wird. Mit den Worten:“Ich bin da!“ beginnt der Gottesdienst mit Liedern, Gebeten und einer biblischen Geschichte. Zum Abschluss bekommt jedes Kind ein Tattoo passend zu der gehörten Geschichte. Die Kerzen verbleiben in der Kirche, damit auch für andere Gottesdienstbesucher sichtbar ist, dass es in unserer Kirchengemeinde Kinder gibt, die mit viel Freude am christlichen Leben teilnehmen.

Warum betreibt die evangelische Kirchengemeinde einen Kindergarten?

Er soll Lebensmöglichkeiten von Kindern und Familien verbessern, ohne Unterschied von Schichten, Nationalitäten, Religionen. Erfahrungen und Probleme von Kindern und Familien werden aufgegriffen und Hilfen zur Lebensbewältigung zur Verfügung gestellt.

Der Kindergarten hat eine religionspädagogische Aufgabe.

Die Kinder sollen erfahren, dass sie von Gott angenommen und geliebt sind. Sie sollen lernen, andere Kinder entsprechend zu respektieren. Erfahrungen mit elementaren Aussagen der Bibel und das Miterleben der christlichen Feste sollen ihnen die religiöse Dimension des Lebens erschließen.

Der Kindergarten hat eine gemeindebildende Aufgabe.

Die Kinder erhalten die Möglichkeit, an Gottesdiensten, Festen und Veranstaltungen der Kirchengemeinde teilzunehmen und mitzuwirken. Sie lernen sich, soweit sie getauft sind, als Teil der örtlichen und weltweiten Gemeinde Jesu Christi kennen. Die jungen Familien werden als wichtiger Adressatenkreis der kirchlichen Angebote gewürdigt. Die religiöse und konfessionelle Herkunft jedes Kindes wird dabei respektiert.