Lesens- und Nachdenkenswertes

Gottes Fußspur

Ein Europäer reiste mit einem Berber durch die Sahara. Bei dieser Reise betete dieser zu den festen Gebetszeiten. Darum fragte ihn sein europäischer Begleiter:
„Was machst du da?“ „Ich bete“ „Zu wem betest du?“ „Zu Gott“ „Hast du Gott jemals gesehen?“ „Nein.“ „Hast du ihn schon betastet und gefühlt?“ „Nein, das auch nicht.“ „So glaubst du nur an eine Phantasie.“ Der aufgeklärte Europäer war sich seiner Sache sicher und bedauerte den rückständigen Berber. Beide gingen schlafen, und als der Europäer am Morgen vor das Zelt trat, fand er die Spuren eines Kamels im Sand vor. „Diese Nacht ist eine Kamel hier gewesen“ – Der Araber erwiderte: „Hast du es gesehen?“ „Nein.“ „Hast du es mit der Hand berührt?“ „Nein, das ist auch nicht nötig.“ Nachdenklich sprach der Berber: „Du bist ein seltsamer Mann, du glaubst an ein Kamel, das du weder gesehen noch berührt hast.“ „Aber ich habe die Fußspuren als Beweis!“ Da ging am Horizont die Sonne auf. Der Berber wies mit der Hand zur Sonne und sprach bescheiden: „Und hierin sehe ich die Fußspur Gottes.“
Nacherzählt nach einer Vorlage

An einen Gott glauben heißt die Frage nach dem Sinn des Lebens verstehen. An einen Gott glauben heißt sehen, dass es mit den Tatsachen der Welt noch nicht abgetan ist.
An Gott glauben heißt sehen, dass das Leben einen Sinn hat.
Ludwig Wittgenstein

Ich möchte gern so sein, wie Gott mich haben will, weil er mich so behandelt, als wäre ich schon so.
Hannelore Frank

Ein Tourist übernachtet in einem Kloster. Als er sieht, dass es dort sehr karg ist, fragt er einen Mönch: „Wo habt ihr denn eure Möbel?“ Der Mönch fragt zurück: „Wo haben Sie denn Ihre?“. Da lächelt der Tourist nachsichtig und sagt: „Ich bin doch nur auf der Durchreise.“ „Eben“, sagt der Mönch, „das sind wir auch.“
Quelle unbekannt

Am Ende die Rechnung „Einmal wird uns gewiss die Rechnung präsentiert für den Sonnenschein und das Rauschen der Blätter, die sanften Maiglöckchen und die dunklen Tannen, für den Schnee und den Wind, den Vogelflug und das Gras und die Schmetterlinge, für die Luft, die wir geatmet haben, und den Blick auf die Sterne und für alle die Tage, die Abende und die Nächte. Einmal wird es Zeit, dass wir aufbrechen und bezahlen; bitte die Rechnung. doch wir haben sie ohne den Wirt gemacht: Ich habe euch eingeladen, sagt der und lacht, so weit die Erde reicht: Es war mir ein Vergnügen!“ 
Lothar Zenetti  

Das größte Übel, das wir unseren Mitmenschen antun können, ist nicht, sie zu hassen, sondern ihnen gegenüber gleichgültig zu sein. Das ist die absolute Unmenschlichkeit.
George Bernhard Shaw  

Lebt als Kinder des Lichtes; die Frucht des Lichtes ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
Epheser 5,8f  

Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über deinem Haupt fliegen, kannst du nicht ändern. Aber dass sie Nester in deinem Haar bauen, das kannst du verhindern.
Martin Luther  

Ich wünsche dir Zeit – ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben. Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben: Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen, und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen. Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken, nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken. Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen, sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen. Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben. Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun, anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun. Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen, und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen. Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben. Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben. Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden, jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden. Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben. Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!
Elli Michler

Sonntag, 23. April 2017:
So halte nun die Gebote des HERRN, deines Gottes, dass du in seinen Wegen wandelst und ihn fürchtest.
5.Mose 8,6